Vor dem Einzug

Natürlich haben Sie sich die grundsätzlichen Dinge wie:
schon lange überlegt und nun soll es losgehen - ein kleines (oder großes) Kätzchen zieht ein.
Dazu sind einige Vorbereitungen und Anschaffungen nötig:
  1. Futter
    Futter- und Wassernäpfe gibt es in allen möglichen Variationen, entscheiden Sie nach Ihrem Geschmack, wobei Kunststoffnäpfe wegen der möglicherweise aufgenommenen Weichmacher nicht so geeignet sind. Der Katze ist es wichtiger, was drin ist, und das sollte auf jeden Fall Katzenfutter und immer frisch sein. Hundefutter ist wegen des zu geringen Proteingehalts nicht geeignet, ebenso wie menschliche Speisen, die meistens zu stark gewürzt sind. Bei der Frage nach Nass- oder Trockenfutter scheiden sich die Geister. Sicher gibt es Katzen, die mit fast ausschließlicher Fütterung von Trockenfutter alt werden. Andererseits treten bei dieser Art der Fütterung häufig gesundheitliche Probleme wie Nierenleiden, Blasen- oder Nierensteine auf, weil die Katzen einfach nicht genug trinken, um die vom Trockenfutter entzogene Flüssigkeit wieder aufzunehmen. Wichtig sind auf jeden Fall die Inhaltsstoffe, also einfach mal die Werbung vergessen und sich die Zusammensetzung durchlesen. Eine Katze ist ein Fleischfresser, deshalb sollte an erster Stelle auch Fleisch stehen, bzw. Fleischmehl bei Trockenfutter. Zucker hat im Katzenfutter nichts zu suchen, eben so wenig wie Konservierungsstoffe oder Getreide (Weizen ist ein häufiger Allergieauslöser). Günstig ist auf jeden Fall die Rohfütterung mit frischem Geflügel- Rinder- oder Lammfleisch (auch zusätzlich zum Fertigfutter), Innereien sollten nicht zu häufig gegeben werden. Diese sehr informative Seite zum Thema Rohfütterung kann ich nur empfehlen.
    Katzen sind Raubtiere und daher gewohnt, ihre Wasserstelle nicht direkt neben dem Futter zu finden, sondern dorthin zu gehen. Deshalb sollten Futter- und Wassernapf mindestens zwei Meter voneinander getrennt stehen. Noch besser sind natürlich mehrere Wassernäpfe in der Wohnung verteilt, da manche Katzen sehr wenig trinken. Dass das Wasser immer frisch sein sollte, versteht sich von selbst. Eben so, dass Milch für Katzen nicht geeignet ist, da sie den Milchzucker nicht verdauen können.
  2. Katzenklo
    ...macht die kleine Katze froh und den Halter ebenso. Das aber auch nur, wenn eben dieses von der Katze rege genutzt wird. Ob Sie ein offenes Modell oder eines mit Haube wählen, hängt von Ihren häuslichen Gegebenheiten und der Vorliebe Ihrer Katze ab, fragen Sie am Besten vorher den Züchter, was Ihre Katze bevorzugt. Bei den größeren Rassen, wie auch den Sibirieren, sollte das "stille Örtchen" nicht zu klein sein, denn die Katze muss sich auch drehen können, um ihre Hinterlassenschaft zu vergraben.
    Bei der Anzahl der Klos gilt die Regel: eins mehr als Katzen. Katzen in freier Natur machen ihr "kleines" und ihr "großes" Geschäft an verschiedenen Orten. Manche Wohnungskatze mit nur einem Klo "trickst" sich selbst aus, indem sie zwischendurch eine Runde um ihr stilles Örtchen dreht.
    Reinigen sollte man es natürlich täglich, ist es zu voll, sucht Mieze sich sonst eine Platz, der ihr mehr zusagt (dem Halter meistens weniger).
    Und da wären wir auch schon bei der Streu, auch hier gibt es viele Produkte und verschiedene Meinungen. Ich benutze Klumpstreu oder Kompaktstreu, bei der man nur die verunreinigte Streu entfernt. Fragen Sie, was Ihre Katze gewohnt ist, manche Katzen mögen keinen Wechsel.
  3. Kratzmöglichkeiten
    Ein Kratzbaum ist natürlich toll, weil die Katze da nicht nur die Krallen wetzen, sondern auch klettern kann. Entscheiden Sie sich für ein standhaftes Modell oder befestigen es an der Wand, denn wenn die Katze einmal damit umgekippt ist, wird sie es selten wieder akzeptieren. Auch der Standort ist wichtig, die meisten Katzen wollen am Leben ihrer Familie teilhaben und nicht irgendwohin abgeschoben werden. Der schönste Kratzbaum bleibt ungenutzt, wenn er in einer abgelegenen Kammer steht.
    Da das Krallenwetzen aber auch der Reviermarkierung dient, machen Katzen es mitunter auch an stark begangenen Stellen, bevorzugt im Eingangsbereich. Da helfen dann nur noch an der Wand befestigte Kratzbretter oder Sisalteppich.
  4. Schlafplatz
    Kuschelbetten und -höhlen gibt es für jeden Geschmack und Geldbeutel. Hierbei ist auch der Platz wichtig, den die Katzen sich sowieso selbst suchen und der auch hin und wieder wechseln kann.
  5. Spielzeug
    Auch da bietet der Fachhandel eine unglaubliche Fülle. Achten Sie beim Kauf darauf, dass es keine losen Kleinteile enthält, bzw. Schnüre mit denen die Katze sich strangulieren könnte. Sie werden sicher bald verschiedenes ausprobiert haben, denn wenn das Spielzeug der Katze gefällt, hat es meist nur eine geringe Lebensdauer ;-) .
  6. Tierarzt
    Den Tierarzt brauchen Sie hoffentlich nicht so schnell, es ist aber gut, sich schon vorher einmal zu informieren, am Besten beim Züchter oder bei anderen Katzenhaltern.
Meine Empfehlung: Kaufen Sie nur die Grundausstattung vor dem Einzug und beobachten Sie dann, was Ihrer Katze gefällt.

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